2011 – 39. Gefällt mir nicht. Demokratie auf dem Prüfstand.

39. Gefällt mir nicht. Demokratie auf dem Prüfstand.

REFERENTEN
HEINZ BUDE / ERIK BUHN / NICOLE DEITELHOFF / PAUL INGENDAAY / EVA KIMMINICH / WILHELM HEITMEYER / CLAUS LEGGEWIE / ALF MENTZER / WERNER PLUMPE
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REFERENTEN

HEINZ BUDE

ist Professor für Makrosoziologie an der Universität Kassel und leitet den Bereich „Die Gesellschaft der Bundesrepublik“ am Hamburger Institut für Sozialforschung. Er arbeitet zu Generations-, Exklusions- und Unternehmerforschung. Zu seinen wichtigen letzten Publikationen gehören „Die Ausgeschlossenen. Das Ende vom Traum einer gerechten Gesellschaft“ (Carl Hanser Verlag 2008) und der zusammen mit Andreas Willisch herausgegebene Band „Exklusion. Die Debatte über die ‚Überflüssigen'“ (Suhrkamp Verlag 2008). In diesem Jahr erschienen „Bildungspanik. Was unsere Gesellschaft spaltet“ (Carl Hanser Verlag 2011), der zusammen mit Thomas Medicus und Andreas Willisch herausgegebene Band „ÜberLeben im Umbruch. Am Beispiel Wittenberge: Ansichten einer fragmentierten Gesellschaft“ (Hamburger Edition 2011) sowie die zusammen mit Michael Dellwing herausgegebene Sammlung von Aufsätzen von „Stanley Fish, Das Recht möchte formal sein“ (Suhrkamp Verlag 2011).

ERIK BUHN

ist Aktivist in der occupy-Bewegung, er studiert Skandinavistik, klassische Archäologie und Geschichte an der Goethe-Universität in Frankfurt. Er ist 27 Jahre alt.

NICOLE DEITELHOFF

hat eine Professur für Internationale Beziehungen und Theorien Globaler Ordnungen an der Goethe-Universität Frankfurt inne. Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen internationalen Institutionen und Normen, Grundlagen politischer Herrschaft und ihrer Legitimation jenseits des Nationalstaats sowie Formen internationalen Widerstands. Zu ihren bekanntesten Veröffentlichungen zählt „Überzeugung in der Politik“ (2006), für die sie unter anderem den Heinz-Maier-Leibnitz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) erhielt. 2010 gab sie einen Band zu „Was bleibt vom Staat?“ heraus (gemeinsam mit Jens Steffek). Deitelhoff ist Mitglied des Direktoriums des Exzellenzclusters „Herausbildung normativer Ordnungen“ an der Goethe-Universität sowie eine der Sprecherinnen der Sektion „Internationale Politik“ der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft (DVPW).

PAUL INGENDAAY

ist Amerikanist, Hispanist und Germanist und lebt als Kulturkorrespondent der Frankfurter Allgemeinen Zeitung in Madrid. Im Jahr 1997erhielt er für seine Rezensionen und Essays den Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik. Zusammen mit Anna von Planta ist er Herausgeber der 34-bändigen Werkausgabe von Patricia Highsmith im Diogenes Verlag. Zahlreiche Veröffentlichungen in Büchern und Zeitschriften zu Max Aub, Jorge Luis Borges, Henry James, Herman Melville, F. Scott Fitzgerald, William Gaddis, Javier Marías und anderen. Im Jahr 2002 erschien die Gebrauchsanweisung für Spanien (Piper Verlag), die inzwischen in zehnter Auflage vorliegt, 2006 beim Verlag SchirmerGraf der Roman Warum du mich verlassen hast, für den Ingendaay den aspekte-Literaturpreis des ZDF sowie den Niederrheinischen Literaturpreis der Stadt Krefeld erhielt. 2011 erschien der Roman Die romantischen Jahre (Piper Verlag).

EVA KIMMINICH

ist Professorin für „Kulturen romanischer Länder“ an der Universität Potsdam. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Sub- und Jugendkulturen, urbane Räume, kultureller Wandel und Identität, Comics, Oraturen und Immigrationsliteratur. Zuletzt erschienen: Stadt und Zeichen. 2011 (gemeinsam mit Mara Persello); RapAttitüden – RapAttacken – RaPublikaner. In: Winfried Wehle (Hrsg.), Lyrik des 20. Jahrhunderts. Tübingen: Narr 2010, S. 412-458; „HipHop: B-Boys Tanz und Körperbilder.“ In: Richard, Birgit/ Krüger, Heinz-Hermann (Hrsg): inter_cool 3.0. Jugendliche Bild- und Medienwelten. Ein Kompendium zur aktuellen Jugendkulturforschung. München: Fink 2010, S. 81-97 und „Poem und Präsenz: Primordiale (Inter)Medialität im Zeitalter der Postabstraktion.“ In: Kodikas/Code. Ars Semiotica, Volume 32 (2009) No 1-2. Tübingen: Gunter Narr Verlag 2009, S. 123-136, Herausgeberin des Aufsatzbandes Utopien, Jugendkulturen und Lebenswirklichkeiten: ästhetische Praxis als politisches Handeln 2009. Kimminich ist Vorstandsmitglied und Beirätin für Jugend- und Subkulturen der Deutschen Gesellschaft für Semiotik.

WILHELM HEITMEYER

ist Professor für Sozialisation und Direktor des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung der Universität Bielefeld. In seiner Forschung beschäftigt er sich mit sozialer Desintegration, Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, ethnisch- kulturellen Konflikten, Rechtsextremismus und Gewalt. Folgende ausgewählte Veröffentlichungen für die Tagungsthematik seien genannt: Anna Klein/Wilhelm Heitmeyer: Demokratieentleerung und Ökonomisierung des Sozialen: Ungleichwertigkeit als Folge verschobener Kontrollbilanzen, in: Leviathan (2011) 39, 361-383. Wilhelm Heitmeyer/Jürgen Mansel: Entleerung der Demokratie – Die unübersichtlichen Folgen sind weitreichend, in: Wilhelm Heitmeyer (Hrsg.): Deutsche Zustände, Folge 2, Frankfurt am Main 2003, 35-60. Eva Groß/Julia Gundlach/Wilhelm Heitmeyer: Die Ökonomisierung des Gesellschaft – Ein Nährboden für Menschenfeindlichkeit in oberen Status- und Einkommensgruppen, in: Wilhelm Heitmeyer (Hrsg.): Deutsche Zustände, Folge 9, Berlin 2010, 138-158. Anna Klein/Wilhelm Heitmeyer: Wenn die Wut kein politisches Ventil findet. Politische Kapitulation und die Folgen für schwache Gruppen, in: Wilhelm Heitmeyer (Hrsg.): Deutsche Zustände, Folge 8, Berlin 2010, 164-190.

CLAUS LEGGEWIE

ist Professor für Politikwissenschaft und Direktor des Kulturwissenschaftlichen Instituts (KWI) in Essen. Seine Forschungsschwerpunkte liegen an den Schnittflächen von Kultur, Gesellschaft und Politik in den Bereichen der Erinnerungskulturen, der Interkulturalität und der Klimakultur. Zuletzt erschienen von ihm die demokratiepolitischen Schriften „Das Ende der Welt wie wir sie kannten. Klima, Zukunft und die Chancen der Demokratie“ (2009, mit Harald Welzer) und „Mut statt Wut. Aufbruch in eine neue Demokratie“ (2011). Leggewie ist Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) und Ko-Direktor des in Gründung befindlichen Käte Hamburger-Kollegs „Politische Kulturen der Weltgesellschaft“ an der Universität Duisburg-Essen. 1995-1998 war er erster Inhaber des Max Weber Chair an der New York University, 1999/2000 Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin. Er schreibt regelmäßig in überregionalen Tages- und Wochenzeitungen.

ALF MENTZER

Geboren 1966 in Rendsburg. Studium der Anglistik, Amerikanistik, Philosophie und Geschichte in Bonn, Harvard und Frankfurt/Main. Seit 2006 Redaktionsleiter Literaturabteilung hr2 beim Hessischen Rundfunk. Veröffentlichungen: Die Blindheit der Texte. Studien zur literarischen Raumerfahrung, Heidelberg 2001. (Mit Hans Sarkowicz:) Literatur in Nazi-Deutschland. Ein biografisches Lexikon, Hamburg 2000 und 2002.

WERNER PLUMPE

ist Inhaber des Lehrstuhles für Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Seine Forschungsinteressen liegen derzeit in der Geschichte der Wirtschaftskrisen, der Geschichte des ökonomischen Denkens und der Unternehmensgeschichte. Wichtigste Veröffentlichungen: Vom Plan zum Markt. Wirtschaftsverwaltung und Unternehmerverbände in der britischen Zone, Düsseldorf 1987 (Düsseldorfer Schriften zur neueren Landesgeschichte und zur Geschichte Nordrhein-Westfalens, Bd.22); Moderne Wirtschaftsgeschichte. Eine Einführung für Historiker und Ökonomen, gem. hg. mit Gerold Ambrosius und Dietmar Petzina, München 1996 (2. Aufl. 2006); Betriebliche Mitbestimmung in der Weimarer Republik. Fallstudien zum Ruhrbergbau und zur chemischen Industrie, München 1999 (Quellen und Darstellungen zur Zeitgeschichte, Bd. 45); Adenauers Welt. Ein Quellen- und Lesebuch zur Frühgeschichte der Republik, Essen 2005 (gemeinsam mit Kirsten Petrak und Dietmar Petzina); Wirtschaftsgeschichte. Basistexte, Stuttgart 2008; Wirtschaftskrisen. Geschichte und Gegenwart, München 2010; zahlreiche Aufsätze zur Wirtschaftsgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. Werner Plumpe ist derzeit Vorsitzender des Verbandes der Historiker und Historikerinnen Deutschlands und Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats der Gesellschaft für Unternehmensgeschichte.


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