2013 – 41. Wer hat Angst vor Uncle Sam? Die transatlantische Entfremdung

41. Wer hat Angst vor Uncle Sam? Die transatlantische Entfremdung

ELISABETH BRONFEN / PROF. DR. DAN DINER / ULRICH HALTERN / MAX HOLLEIN / DIRK KURBJUWEIT / RÜDIGER LENTZ / ALF MENTZER / JAN-WERNER MÜLLER / PETER SCHAAR
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REFERENTEN

ELISABETH BRONFEN

geboren 1958, ist Professorin am Englischen Seminar der Universität Zürich. Sie promovierte und habilitierte an der Universität München und hat zahlreiche vielbeachtete Werke in den Bereichen Genderstudies, Psychoanalyse, Film und Kulturwissenschaften verfasst, zuletzt „Liebestod und Femme Fatale. Der Austausch sozialer Energien zwischen Oper, Literatur und Film“ sowie „Tiefer als der Tag gedacht. Geschichten der Nacht“. Im November 2013 erscheint ihr neues Buch im S. Fischer Verlag: „Hollywoods Kriege. Geschichte einer Heimsuchung“.

PROF. DR. DAN DINER

Professor an der Hebrew University of Jerusalem, Department of History / Direktor des Simon-Dubnow-Instituts für jüdische Geschichte und Kultur an der Universität Leipzig / Ordentliches Mitglied der Philologisch-historischen Klasse der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig

AUSZEICHNUNGEN:
2006 / Ernst-Bloch-Preis
2007 / Premio Capalbio für das Buch „Il tempo sospeso“
2009/ „Geisteswissenschaften International – Preis zur Förderung der Übersetzung geisteswissenschaftlicher Literatur“ für „Gegenläufige Gedächtnisse. Über Geltung und Wirkung des Holocaust“
2013 / Leipziger Wissenschaftspreis

PUBLIKATIONEN:
Herausgeber Enzyklopädie jüdischer Geschichte und Kultur (EJGK)
Monographien (Auswahl):
– Zeitenschwelle. Gegenwartsfragen an die Geschichte, München 2010.
– Aufklärungen. Über Variationen von Moderne, Zürich 2008.
– Gegenläufige Gedächtnisse. Über Geltung und Wirkung des Holocaust, Göttingen 2007.
– Versiegelte Zeit. Über den Stillstand in der islamischen Welt, Berlin 2005.
– Das Jahrhundert verstehen. Eine universalhistorische Deutung, München 1999.

Forschungsschwerpunkte: Geschichte des 20. Jahrhunderts, Gedächtnisgeschichte des Holocaust, jüdische Geschichte.

ULRICH HALTERN

Jahrgang 1967, lehrt seit 2013 Europa- und Völkerrecht an der Universität Freiburg. Zuvor war er Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin, Fellow am Käte Hamburger Kolleg in Bonn, Professor an der Universität Hannover und Gastprofessor u.a. an der Universität St. Gallen. Er hat u.a. in Yale und Harvard studiert und an den Universitäten Yale, Michigan und Connecticut unterrichtet. In der Forschung beschäftigt er sich vorwiegend mit den rechtlichen und gesellschaftlichen Grundlagen staatlicher und überstaatlicher Integration. Buchveröffentlichungen u.a.: „Europarecht und das Politische“ (2005); „Was bedeutet Souveränität?“ (2007); „Obamas politischer Körper“ (2009).

PAUL INGENDAAY

ist Amerikanist, Hispanist und Germanist und lebt als Kulturkorrespondent der Frankfurter Allgemeinen Zeitung in Madrid. Im Jahr 1997erhielt er für seine Rezensionen und Essays den Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik. Zusammen mit Anna von Planta ist er Herausgeber der 34-bändigen Werkausgabe von Patricia Highsmith im Diogenes Verlag. Zahlreiche Veröffentlichungen in Büchern und Zeitschriften zu Max Aub, Jorge Luis Borges, Henry James, Herman Melville, F. Scott Fitzgerald, William Gaddis, Javier Marías und anderen. Im Jahr 2002 erschien die Gebrauchsanweisung für Spanien (Piper Verlag), die inzwischen in zehnter Auflage vorliegt, 2006 beim Verlag SchirmerGraf der Roman Warum du mich verlassen hast, für den Ingendaay den aspekte-Literaturpreis des ZDF sowie den Niederrheinischen Literaturpreis der Stadt Krefeld erhielt. 2011 erschien der Roman Die romantischen Jahre (Piper Verlag).

MAX HOLLEIN

ist Direktor der Schirn Kunsthalle Frankfurt, die seit Oktober 2001 unter seiner künstlerischen und kaufmännischen Leitung steht, sowie seit Januar 2006 Direktor des Städel Museums und der Liebieghaus Skulpturensammlung. Mit insgesamt über einer Million Besuchern verzeichneten 2012 alle drei von Max Hollein geleiteten Kunstinstitutionen ihr historisch bestes Besucherergebnis. Geboren 1969 in Wien, studierte Max Hollein Betriebswirtschaft an der Wirtschaftsuniversität Wien und Kunstgeschichte an der Universität Wien. Während dieser Zeit war er unter anderem als freier Mitarbeiter der Wirtschaftsredaktion der Tageszeitung „Der Standard“ tätig. Von 1995 bis 2000 war Hollein am Solomon R. Guggenheim Museum New York, zuletzt als „Chief of Staff and Manager of European Relations“, tätig. Max Hollein war Kommissär und Kurator des amerikanischen Pavillons bei der VII. Architekturbiennale in Venedig im Jahr 2000, Kommissär des österreichischen Pavillons bei der Kunstbiennale in Venedig 2005 und Kurator des Salzburger „kontra.com Avantgarde-Festival“. Er ist Mitglied in zahlreichen Aufsichts- und Beratungsgremien internationaler Kulturinstitutionen, darunter u.a. der Eremitage in St. Petersburg, des Palais de Tokyo in Paris, des Istanbul Modern Museum oder der Neuen Galerie in New York. Max Hollein ist zudem Kurator zahlreicher Ausstellungen sowie Herausgeber von mehr als hundert Ausstellungskatalogen, Publikationen zur zeitgenössischen Kunst und Kunst der Moderne sowie zum Museumswesen.

DIRK KURBJUWEIT

geboren 1962, ist Journalist und Schriftsteller. Er studierte Volkswirtschaft in Köln und war zehn Jahre Redakteur bei der ZEIT in Hamburg. Ende 1999 wechselte er zum SPIEGEL, wo er von 2006 bis 2011 das Hautstadtbüro leitete. Seit zwei Jahren ist er politischer Autor des SPIEGEL mit Sitz in Berlin. Er hat sieben Romane und zwei Sachbücher geschrieben, darunter einen Buchessay über Angela Merkel. Zuletzt erschienen bei Rowohlt Berlin die Romane „Kriegsbraut“ und „Angst“.

RÜDIGER LENTZ

geboren 1947, ist geschäftsführender Direktor des Aspen Institute, Berlin. Von 2009 bis 2013 war er Executive Director der German-American Heritage Foundation und des angeschlossenen Museums in Washington. Davor war er über 30 Jahre als Journalist und Auslandskorrespondent u. a. für
den Spiegel, den WDR, RIAS Berlin und die Deutsche Welle tätig. Die letzten elf Jahre davon als Studioleiter und diplomatischer Korrespondent der DW in den USA. Er ist langjähriges Mitglied der Atlantik Brücke, Gründungsmitglied des German-American Business Council (GABC) und Präsident der Atlantic-Initiative U.S.

ALF MENTZER

Geboren 1966 in Rendsburg. Studium der Anglistik, Amerikanistik, Philosophie und Geschichte in Bonn, Harvard und Frankfurt/Main. Seit 2006 Redaktionsleiter Literaturabteilung hr2 beim Hessischen Rundfunk. Veröffentlichungen u.a.: Die Blindheit der Texte. Studien zur literarischen Raumerfahrung, Heidelberg 2001. (Mit Hans Sarkowicz:) Schriftsteller im Nationalsozialismus, Berlin 2011.

JAN-WERNER MÜLLER

geboren 1970. Studium der Geschichte, Volkswirtschaftslehre und Politikwissenschaft in London, Oxford und Princeton; D. Phil. im Jahre 1999. Seit 2005 lehrt er Politische Theorie und Ideengeschichte in Princeton. Zahlreiche Buchpublikationen, auf Deutsch sind erschienen „Ein Gefährlicher Geist. Carl Schmitts Wirkung in Europa“ (2. Auflage 2011), „Verfassungspatriotismus“ (2010), „Das demokratische Zeitalter. Eine politische Ideengeschichte Europas im 20. Jahrhundert“ (2013) sowie „Wo Europa endet. Ungarn, Brüssel und das Schicksal der liberalen Demokratie“ (2013).

PETER SCHAAR

geb. 1954 in Berlin, Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit, Diplom-Volkswirt. Von 1980 bis 1986 in verschiedenen Funktionen in der Verwaltung der Freien und Hansestadt Hamburg tätig, 1986 bis 2002 beim Hamburgischen Datenschutzbeauftragten. 2002 bis 2003 Geschäftsführer eines Datenschutzberatungsunternehmens, seit 2007 Lehrbeauftragter an der Universität Hamburg. Seit Dezember 2003 ist Schaar Bundesbeauftragter für den Datenschutz, seit 2006 auch Bundesbeauftragter für die Informationsfreiheit. Im November 2008 wurde er vom Deutschen Bundestag für weitere fünf Jahre im Amt bestätigt. Auszeichnungen: Preis der Friedrich-Ebert-Stiftung „Das politische Buch 2008“ für das Buch Das Ende der Privatsphäre; „eco Internet AWARD 2008“, Sonderpreis der deutschen Internetwirtschaft

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