2015 43. Römerberggespräche


43. Römerberggespräche


Heilige Familie

Homoehe, Partnerliebe, Kinderkult



Lange Zeit wurden Ehe und Familie als Grundpfeiler der bürgerlichen Gesellschaft angesehen. Die Rollen und ihre Besetzung schienen fixiert, echte Alternativen kaum verfügbar.

Der Fortschritt der Reproduktionsmedizin und der sozialethische Wandel haben die traditionalen Bilder in Frage gestellt – und sie erzeugen neue Konflikte. Die gesellschaftlichen Rollen und wirtschaftlichen Funktionen sind längst nicht mehr selbstverständlich. Stattdessen erscheinen neue Möglichkeiten sozialer Verbindungen, die unsere Natürlichkeitsvorstellungen herausfordern. Zugleich bleiben Ehe und Familie als normatives Modell begehrenswert.

Derzeit ist eine Vielzahl von sozialen und technischen Praktiken umstritten: Nach Homoehe und Regenbogenfamilie werden Social Freezing, Inzestverbot und Polyamorie diskutiert. Der Streit betrifft nicht nur die Liberalisierung und rechtlichen Anerkennung der sozialen Rollen, er umfasst auch Fragen der Legitimität des technisch Machbaren. Wo liegen die Grenzen von Ehe und Familie, und wie sollen wir mit den Konflikten umgehen?

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EINTRITT FREI
SAMSTAG, 26. SEPTEMBER 2015
IM SCHAUSPIEL FRANKFURT
MODERATION Andreas Platthaus

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PROGRAMM

10:00 Uhr   Begrüßung

Felix Semmelroth
Dezernent für Kultur und Wissenschaft

10.15 Uhr   Marietta Auer

Von der Hausgemeinschaft zur Homoehe – Familie als rechtliches Konfliktfeld

11:15 Uhr   Funkstille – Sprachlosigkeit in Familien

Tina Soliman im Gespräch mit Andreas Platthaus

12:15 Uhr   Rosemarie Nave-Herz

„Familie“ – Gibt es sie überhaupt noch?
Zum zeitgenössischen Wandel von Familienstrukturen

Mittagspause

14:00 Uhr   Rotraut De Clerck

Die Macht der Bilder. Intimität und Scham in Zeiten von Internetpornografie und medialem Exhibitionismus

15:00 Uhr   Ulf Erdmann Ziegler

Das zu schöne nackte Kind – Abgründe einer Emanzipation

16:00 Uhr   Kinder machen – Errungenschaften und Risiken der Reproduktionsmedizin

Eine Diskussion mit Andreas Bernard und Ulrich Noss

17:00 Uhr   Barbara Sichtermann

Zusammengehörigkeitsgefühle – Warum Familie immer besser und immer machbarer wird


ENDE GEGEN 18:00 UHR

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REFERENTEN

MARIETTA AUER / ANDREAS BERNARD / ROTRAUT DE CLERK / ROSEMARIE NAVE_HERZ / DR. MED URLICH NOSS / ANDREAS PLATTHAUS / BARBARA SICHTERMANN / TINA SOLIMAN / ULF ERDMANN ZIEGLER

Marietta Auer

Jahrgang 1972, seit 2013 Inhaberin des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht und Rechtsphilosophie an der Universität Gießen.
Studium der Rechtswissenschaft, Philosophie und Soziologie in München und an der Harvard Law School, USA. 1995 Erstes, 1997 Zweites Juristisches Staatsexamen; 2000 Master of Laws in Harvard; 2001 Zulassung zur Rechtsanwaltschaft in New York; 2003 Promotion an der Universität München; 2008 Magisterabschluss in Philosophie und Soziologie in München; 2012 Doctor of Juridical Science in Harvard und Habilitation an der Universität München. Forschungsschwerpunkte im Bereich Privatrecht und Rechtsphilosophie, insbesondere Privatrechtstheorie, Privatrechtsvergleichung und Europäisches Privatrecht.
Auszeichnungen u.a.: Fakultätspreis der Juristischen Fakultät der Universität München 2004; Promotionspreis der Münchner Juristischen Gesellschaft 2005; Juristisches Buch des Jahres 2005; Preis für gute Lehre an Bayerns Universitäten 2005.
Publikationen u.a.: Materialisierung, Flexibilisierung, Richterfreiheit: Generalklauseln im Spiegel der Antinomien des Privatrechtsdenkens, Tübingen 2005; Der privatrechtliche Diskurs der Moderne, Tübingen 2014.

Andreas Bernard

geboren 1969 in München, ist Professor für Kulturwissenschaften am Centre for Digital Cultures der Leuphana-Universität Lüneburg und Autor der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Er studierte Literatur- und Kulturwissenschaften in München und war wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Bauhaus-Universität Weimar (2002-2005) und an der Universität Konstanz (2007-2010). Von 1995 bis 2014 war er Redakteur der Süddeutschen Zeitung.
Buchpublikationen u.a.:
Kinder machen. Neue Reproduktionstechnologien und die Ordnung der Familie (2014); Lifted. A Cultural History of the Elevator, New York: New York University Press (2014); Vorn. Roman, Berlin: Aufbau Verlag (2010); Das Prinzip. 100 Phänomene der Gegenwart (zusammen mit Tobias Kniebe), (2007); Die Geschichte des Fahrstuhls. Über einen beweglichen Ort der Moderne (2006)

Rotraut De Clerck

geb. 1945, Diplom-Psychologin, Ausbildung zur Psychoanalytikerin am Sigmund Freud Institut Frankfurt/M. Seit 1983 Analytikerin der DPV und IPA seit 1983.
Seit 1995
Lehranalytikerin am Frankfurter Psychoanalytischen Institut und am Mainzer Psychoanalytischen Institut. 1987 Aufenthalt in Großbritannien an der Tavistock Klinik und am Institute of Psychoanalysis, London. Seither ständiger Gast der Britischen Psychoanalytischen Vereinigung.
In eigener Praxis in Frankfurt am Main niedergelassen. Arbeitsschwerpunkte:
Psychoanalyse und Kultur, Psychoanalyse der Gesellschaft:
Arbeiten zu Psychoanalyse und Kultur in Berlin der 20er Jahre und zur Rezeption der Psychoanalyse in der angelsächsischen Kultur in England. Zahlreiche Vorträge dazu auf internationalen Kongressen sowie an den Literaturhäusern Hamburg, Berlin und Frankfurt/M. Ausstellungen zur Verbindung des englischen Bloomsbury-Kreises mit der Psychoanalyse in England und Deutschland (Stadtmuseum Weimar, Literaturhaus Frankfurt) in den 20er und 30er Jahren. Psychoanalytische „Portraits“ von Virginia Woolf, Alix Strachey und Roger Fry und Georges Pérec. Konzeption und Organisation der Reihe „Psychoanalyse in der Literatur – Literatur in der Psychoanalyse“, einem Begegnungsraum zeitgenössischer Schriftsteller mit den literarischen Texten Sigmund Freuds, am Literaturhaus Frankfurt /M. von 1998 bis 2005 gemeinsam mit Maria Gazzetti. Psychoanalytische Arbeiten über den Maler Lucian Freud. Klinische Interessen: Szenisches Verstehen, Theorie des Unbewussten und der unbewussten Phantasie; zum Verhältnis Narzissmus und Objektliebe; Trauma und Paranoia; Sexualität, Homosexualität, „Neo-Sexualitäten“.
Veröffentlichungen (Auszug):
 „Primärer Narzissmus oder Primäre Objektbeziehung: Zum Einfluss der Theorie auf den Behandlungsprozess.“ In: Zeitschrift Psyche, August 2006; (Hg.) „Trauma und Paranoia“ Individuelle und kollektive Angst im politischen Kontext“ (2006); „Sexualität und Körper: Sigmund Freud – Lucian Freud“ In: Soldt (Hg.) Ästhetische Erfahrungen (2007);
 „How Deep is the Skin“. Surface and depth in Lucian Freud‘s skin
paintings (2013);
 „Zur Bedeutung von Internetpornografie: Sucht, Perversion oder (männliche) Hysterie? Ein Fallbericht.“ In: Agatha Merk (Hg) „Cybersex“: Psychoanalytische Perspektiven (2014).

Rosemarie Nave-Herz

ist Professorin für Soziologie (mit dem Schwerpunkt Familiensoziologie) an der Carl-von- Ossietzky-Universität in Oldenburg. Studium der Wirtschaftswissenschaften, Soziologie, Pädagogik und Germanistik sowie Promotion in Soziologie an der Universität Köln;
wissenschaftliche Mitarbeiterin am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin; Lehrstuhlinhaberin an der Universität Köln; Wechsel zur Universität Oldenburg. Mehrere Rufe an andere Universitäten lehnte sie ab. 1985 war sie Gastprofessorin an der University of Sussex/England.
Nave-Herz war und ist in zahlreichen wissenschaftlichen Gesellschaften und Beratungsgremien tätig, z.B.: Vizepräsidentin des „Commitee on Family Research“ der International Association (ISA) Mitglied im Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Soziologie
Vorsitzende der DFG-Senatskommission für Frauenforschung
Kuratoriumsmitglied im Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung
Mitglied des wissenschaftlichen Beirats für Familienpolitik des BMFSFJ
Mitglied der Sachverständigenkommission für den fünften Familienbericht Auszeichnungen:
Ehrendoktorwürde der Philosophischen Fakultät der Technischen Universität Chemnitz Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.
Weiterführende Literatur zum Vortragsthema:
Nave-Herz, R.: Ehe- und Familiensoziologie, 3. Aufl., Beltz/Juventa Verlag, Weinheim 2013.
Nave-Herz, R. (Hrsg.): Familiensoziologie – Ein Lehr- und Studienbuch, De Gruyter/Oldenbourg Verlag, München 2014.
Nave-Herz, R.: Familie heute – Wandel der Familienstrukturen und Folgen für die Erziehung, 6. Aufl., WGB/Primus Verlag, Darmstadt 2015.

Dr. med. Ulrich Noss

Geboren 1948 in Düsseldorf. Humanistisches Humboldt-Gymnasium, Abitur 1968. Studium der Philosophie und Germanistik in Freiburg i. Br. Studium der Humanmedizin in Düsseldorf, Heidelberg und Freiburg i. Br. Promotion zum Thema „Circadianrhythmus von Estradiol und Cortisol in der Spätschwangerschaft“ bei Prof. Breckwoldt, Freiburg i. Br. Facharztausbildung Gynäkologie und Geburtshilfe bei Prof. Döring, München 1979-1980
bei Prof Hepp, Homburg Saar1981-1983 und München LMU 1984-1987. Aufbau und Leitung des Zentrums für Reproduktionsmedizin an der LMU München, erstmals Schwangerschaft nach IVF 1984, Schwangerschaft nach Intratubarem Gametentransfer (GIFT) erstmals in Deutschland 1985. Gründung des Zentrums für Reproduktionsmedizin in München (gemeinsam mit Dr. W. Bollmann und Dr. Th. Brückner) 1987/88. Erstmals Schwangerschaft und Geburt nach ICSI (Intrazytoplasmatische Spermieninjektion ICSI) in Deutschland 1993. 2004 Gründung und 2. Vorsitzender des Berufsverbands Reproduktionsmedizin Bayern e. V. BRB. 2006 Gründung und Vorstand der gemeinnützigen „Stiftung Kinderwunsch“. 2013 Gründung und Vorstand des „Netzwerk Embryonenspende“.
Verheiratet seit 1975, drei Kinder, vier Enkel.

Andreas Platthaus

eboren 1966, studierte nach einer Banklehre Rhetorik, Philosophie, Betriebswirtschaftslehre und Geschichte. 1997 trat er als Redakteur ins Feuilleton der F.A.Z. ein, dessen Stellvertretender Leiter er heute ist. Zuletzt erschien von ihm das Buch „1813 – Die Völkerschlacht und das Ende der Alten Welt“.

Barbara Sichtermann

ist Schriftstellerin und Journalistin (Jahrgang 1943). Nach dem Abitur besuchte sie eine Schauspielschule. Theaterpraxis im Ruhrgebiet 1965 bis 68, danach Wechsel nach Berlin, Aufnahme eines Studiums der Sozialwissenschaften an der FU. Diplom in Volkswirtschaftslehre, Tätigkeit als freie Autorin seit 1978, Themen: Frauenpolitik, Leben mit Kindern, Geschlechterbeziehung, Literatur, Medien. Von 1987 bis 2002 Fernsehkritikerin mit wöchentlicher Kolumne bei der ZEIT, in den 90er Jahren Mitherausgeberin des „Freibeuter“, Arbeit für viele Rundfunksender und Verlage.
Seit 1990 Mitglied der Adolf-Grimme-Preis-Jury, vier Jahre lang Mitglied der Jury des Deutschen Fernsehpreises, zwei Jahre lang Jurorin für den Drehbuchpreis beim Filmfestival Emden, 2007 erstmals, 2009 erneut Mitglied der Jury beim Sonderpreis NRW für das beste TV-Kinderprogramm, von 2010-2012 Mitglied der Jury des Hauptstadtkulturfonds in Berlin. Buchveröffentlichungen (Auswahl):
„Leben mit einem Neugeborenen“ (1981), „Weiblichkeit. Zur Politik des Privaten“ (1983), „Den Laden schmeißen. Ein Handbuch für Frauen, die sich selbständig machen wollen“, (zusammen mit Marie Sichtermann und Brigitte Siegel) 1988, „Der tote Hund beißt. Karl Marx neu gelesen“ (1990), „Fernsehen“ (1994), „Vicky Victory“, Roman (1995), „Fremde in der Nacht“, Roman (1998), „Fünfzig Klassiker: Paare“ (2000), „Lebenskunst in Berlin“, (zusammen mit Ingo Rose, 2002), „Das Wunschkind. Adoption und die Familie von heute“ (zusammen mit Claus Leggewie, 2003), „Fünfzig Klassiker: Lyrik“, (zusammen mit Joachim Scholl, 2004), „Männer am Rande des Nervenzusammenbruchs“ (zusammen mit Ingo Rose, 2006). „Kurze Geschichte der Frauenemanzipation“ (2009), „Frauen einfach genial. Erfinderinnen“ (mit Ingo Rose, 2010), „Fünfzig Klassiker: Erotische Literatur“ (mit Joachim Scholl, 2011), „Was Frauen Sex bedeutet“ (2012), „Die Erste. Mutige Frauen verändern die Welt“ (2013), „Ein freies Frauenzimmer. Caroline Schlegel-Schelling“ (2013), „Ein Leben für die Kunst. Mäzeninnen“ (2013), Ich rauche Zigarren und glaube nicht an Gott. Hommage an Louise Aston“ (2014).
Auszeichnungen: Elisabeth-Selbert-Preis für Rundfunksendungen 1983, Jean-Amery-Preis für Essayistik 1984, Hedwig-Dohm-Urkunde vom Deutschen Journalistinnenbund 2013,
Besondere Ehrung im Rahmen des Bert Donnep-Preises für Medienpublizistik 2014, Theodor-Wolff-Preis für das Lebenswerk 2015, Luise-Büchner-Preis für Publizistik 2015 Barbara Sichtermann lebt in Berlin. Sie war mit dem 1982 verstorbenen Professor der Psychologie Peter Brückner verheiratet. Sie hat drei Kinder, zwei davon adoptierte. Homepage: http://www.barbarasichtermann.de

Tina Soliman

geboren 1966 in Coburg, ist Journalistin, Autorin, Regisseurin. Nach ihrem Studium der Politik, Germanistik und Romanistik an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt (Abschluss Magister) volontiert sie bei der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ und arbeitet anschließend dort als Redakteurin. Wechsel zum Fernsehen. Seit über 20 Jahren arbeitet sie dort als regelmäßige Autorin für die ZDF-Sendereihe „37 Grad“, „Die Story im Ersten“ (ARD) und für das Politikmagazin „Panorama“ (ARD). 2011 veröffentlicht sie ihr erstes Buch „Funkstille. Wenn Menschen den Kontakt abbrechen“ im Klett-Cotta Verlag. Im Herbst 2014 erscheint ihr zweites Buch bei Klett-Cotta: „Der Sturm vor der Stille. Warum Menschen den Kontakt abbrechen“. Seit den 90er Jahren realisiert sie u.a. preisgekrönte TV-Dokumentationen für die ARD und das ZDF. So erhält Tina Soliman u.a. den „6. Marler Fernsehpreis für Menschenrechte“ von Amnesty International, den „Katholischen Medienpreis der Deutschen Bischofskonferenz“, die Silbermedaille bei den New York Festivals sowie zahlreiche Nominierungen, u.a. beim 54. Festival de Television de Monte Carlo, „CIVIS Medienpreis“ oder beim „Prix Europa“. Ihre Dokumentationen werden weltweit ausgestrahlt.
Dokumentationen für die ARD und das ZDF (Auszug):
2015: PANORAMA monothematisch: Schöne neue Welt: Der Preis des Teilens (ARD) 2013: Die Story im Ersten, SEX – Made in Germany. Prostitution und die Profiteure (ARD)
2012: 37 Grad – Abgetaucht. Wenn Menschen den Kontakt abbrechen (ZDF)
2012: Legenden – Joachim Fuchsberger (Fernsehreihe, ARD)
2010: 37 Grad – Zur Heirat verurteilt (ZDF)
2009: Ich will sterben. Alterssuizid (ARD)
2006: Die Ängste bleiben lebenslang. Traumata der Kriegskinder (WDR)
2006: 37 Grad – Warum, mein Kind? – Eltern nach dem Suizid von Kindern (ZDF) 2005: Sei froh, dass du lebst. Kriegskinder erinnern sich (ARD)
2004: 37 Grad – Rendezvous mit der Nacht (ZDF)
2003: 37 Grad – Grausames Glück – Wenn Geburt und Tod aufeinander treffen (ZDF) 2003: Menschen hautnah – Zählt nur die Liebe? Von geistig Behinderten und ihren Kindern (WDR)
2002: 37 Grad – Wahnsinns-Kinder – Wenn die Eltern psychisch krank werden (ZDF) 2002: 37 Grad – Wie heißt die Hauptstadt von Freundschaft? Autismus (ZDF)
2001: 37 Grad – Minen, Mord und Medien – Reporter im Krieg (Fernsehreihe, ZDF)

Ulf Erdmann Ziegler

Jahrgang 1959, Schriftsteller, lebt in Frankfurt am Main. Magister mit einer Arbeit über Franz Kafkas Amerika-Roman bei Klaus Laermann an der FU Berlin 1988. Kulturredakteur bei der „taz“ nach dem Mauerfall. Buch und Ausstellung „Eigenes Leben“ (C.H.Beck, 1995) mit Ulrich Beck und dem Fotografen Timm Rautert. Seit 1984 Kunstkritik, Essays, Interviews und Nachrufe für die „taz“, die „Frankfurter Rundschau“, die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“, „Die Zeit“, die „NZZ“, den „Merkur“, „Art in America“, „Monopol“, den „Deutschlandfunk“ und den „Perlentaucher“. Letzter Essayband: „Der Gegenspieler der Sonne. Gedankenklötze“ (Wallstein, 2009).
Literarische Bücher: „Hamburger Hochbahn“, Roman, Wallstein Verlag, 2007; „Wilde Wiesen.“ Autogeographie, Wallstein Verlag, 2007; „Nichts Weißes“, Roman, Suhrkamp 2012; „Und jetzt du, Orlando!“, Roman, Suhrkamp, 2014; Hebbel-Preis 2008; Shortlist Deutscher Buchpreis 2012.

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